Unser Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung

Mit unserer vielfältigen Geschäftstätigkeit leisten wir unseren Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung. Erfahren Sie, mit welchen konkreten Massnahmen wir zu den Sustainable Development Goals (SDGs) beitragen.

Für die Geschäftsjahre 2021 und 2022 fokussieren wir auf den Fortschritt bei fünf Entwicklungszielen:

SDG 7 – Bezahlbare und saubere Energie

Home Energy und Eigenverbrauchslösungen

Mit Home Energy produzieren Kundinnen und Kunden ihren eigenen Solarstrom mit einer Photovoltaikanlage. Kombiniert mit effizienten Wärmepumpenboilern, die nur noch einen Drittel der Energie von Elektroboilern benötigen, und einer intelligenten Steuerung werden Energie und Kosten gespart. Damit trägt die BKW gemeinsam mit ihren Kunden zum Ausbau erneuerbarer Energie bei.

Dank Kooperationen und mithilfe der Digitalisierung lassen sich solare Eigenverbrauchslösungen auch für mehrere Parteien, zum Beispiel in Mehrfamilienhäusern, realisieren. Die BKW bietet dezentrale Energiesysteme für einen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch an. So kann eine Gemeinschaft lokal, effizient und erneuerbar ihren Strom produzieren und verbrauchen.

Erneuerbarer Strom

Der Energieverbrauch unserer Gesellschaft steigt. Ein verlässlicher Betrieb und der Zubau an CO2-neutraler Stromerzeugung ist somit zwingend erforderlich. Mit ihren Wasser-, Wind- und Photovoltaikanlagen trägt die BKW dazu bei. Bis 2023 will das Unternehmen 75 Prozent erneuerbare Produktionskapazität für die Stromerzeugung erreichen. Einen Beitrag dazu leistete der von der BKW lancierte erste Schweizer Green Bond einer börsenkotierten Firma.

Unseren Kundinnen und Kunden bieten wir erneuerbare Stromprodukte. Seit 2016 beliefern wir unsere Privatkunden standardmässig mit naturmade basic-zertifizierter Energie. Das Standardprodukt Energy Blue stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen, vorwiegend aus Schweizer Wasserkraft.

Gebäudetechniklösungen

Mit ihren Gebäudetechniklösungen erhöht die BKW die Energieeffizienz in Gebäuden und verringert den Energieverbrauch. Beispielsweise lassen sich Heizungen so programmieren, dass sie je nach Tagesablauf oder Raumtemperatur ein- und ausschalten. Die BKW leistet damit einen wesentlichen Beitrag, um die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern in Gebäuden zu reduzieren oder gar zu eliminieren.

SDG 13 – Massnahmen zum Klimaschutz

Klimafreundliche Wärmelösungen

Auch bei der Wärmeerzeugung setzt die BKW auf erneuerbare Energie: Neben Wärmepumpen stehen vor allem Holzfeuerungsanlagen für klimafreundliche Lösungen. Für den Betrieb von Pellet-Heizungen stellt die BKW AEK-Pellets® aus heimischem, naturbelassenem Holz her.

Die Wertschöpfung bleibt durch die Verarbeitung von Sägemehl, Hobelspänen und Holzschnitzeln aus lokalen Sägereien und Holzbetrieben in der Region. So lassen sich grosse Mengen an grauer Energie (Energieverbrauch für Produktion, Lagerung, Transport, Entsorgung etc.), die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffimporten und die Risiken durch Schwankungen bei Weltmarktpreisen vermeiden.

Die Wärmenergie aus Pellets ist rund 40 Prozent günstiger als Gas, 30 Prozent günstiger als Öl und 100 Prozent klimafreundlicher als fossile Brennstoffe.

Elektromobilität

Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren stossen in der Schweiz jährlich knapp 25 Millionen Tonnen CO2 aus. Sie verursachen damit rund 40 Prozent der schweizerischen Emissionen. Eine Möglichkeit, diese Emissionen deutlich zu reduzieren, ist die mit erneuerbarem Strom betriebene Elektromobilität.

Diese Transformation will die BKW aktiv mitgestalten. Einerseits, indem sie ihre eigene Flotte auf die Umstellung auf elektrische Fahrzeuge prüft. Andererseits gemeinsam mit ihren Kundinnen und Kunden im neu geschaffenen Kompetenzzentrum für smarte E-Mobilitätslösungen. So kombiniert die BKW eine dezentrale, erneuerbare Energie- und Wärmeproduktion in Gebäuden mit der Planung, Installation und dem Betrieb einer Ladeinfrastruktur. Damit reduziert sie CO2-Emissionen.

Resilienz von Lebensräumen und Infrastrukturen

Resilienz bedeutet Widerstands-, Anpassungs- und Regenerationsfähigkeit. In Bezug auf Infrastrukturen und Lebensräume ist sie für unsere Gesellschaft von grosser Bedeutung. Die BKW hilft Kundinnen und Kunden wie Städten und Gemeinden dabei, die Resilienz gegenüber den Folgen des Klimawandels zu stärken.

Eine Möglichkeit zur Resilienzförderung ist der Hochwasserschutz, beispielsweise mit Hilfe von Stauanlagen und Hochwasserrückhaltebecken. Der Neubau des Hochwasserrückhaltebeckens Wolterdingen an der Breg (Deutschland) zeigt, dass Überflutungen und Schäden an nahe gelegenen Siedlungen so verhindert werden können.

SDG 3 – Sicherheit und Gesundheit

Gesundheit

Das betriebliche Gesundheitsmanagement der BKW hat zum Ziel, die Mitarbeitenden mit einem vielfältigen Angebot in ihrer Gesundheitskompetenz zu stärken und gesunde Arbeitswelten zu fördern. Es setzt auf drei Stufen an: Gesundheitsförderung, Früherkennung und Reintegration.

Neben verschiedenen Bewegungskursen bietet die BKW Beratungen und Begleitung zu verschiedenen Gesundheitsthemen an. Kranke oder verunfallte Mitarbeitende unterstützt sie mit einem betrieblichen Case Management und Reintegrationsstellen. Für diese Angebote kooperiert die BKW mit externen Partnern.

Unterstützung während Corona-Pandemie

Den besonderen Herausforderungen während der Covid19-Pandemie begegnet die BKW mit unterstützenden Angeboten: So stehen den Mitarbeitenden eine externe betriebliche Sozialberatung sowie eine Beratungsstelle für Kinder- und Angehörigenbetreuung zur Verfügung. Die Erweiterung auf Online-Gesundheitsangebote (zum Beispiel im Bereich Bewegung, Selbstmanagement) ermöglicht es den Mitarbeitenden, auch im Home-Office gesund und leistungsfähig zu bleiben.

SDG 8 – Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

Sicherheit

Die BKW operiert in Tätigkeitsfeldern, bei denen der Umgang mit Strom, Gefahrstoffen oder Höhen zum Alltag gehören. Ihre Aufgabe ist es, die Arbeitnehmenden vor Gefahren abzuschirmen und dadurch Berufsunfälle und Berufskrankheiten zu vermeiden. Die Umsetzung von Massnahmen für die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz liegt bei den einzelnen Tochterfirmen.

Zusätzlich findet ein regelmässiger übergreifender Austausch statt. Neben den Sicherheitsbeauftragten aller Konzernbereiche, dem Sicherheitsingenieur der BKW Gruppe und dem Leiter der Fachstelle Arbeitssicherheit & Gesundheitsschutz nehmen daran ein Vertreter der Konzernleitung, Vertreterinnen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements und weitere externe Spezialisten teil. Ziel ist es, konkrete Ansatzpunkte für eine kontinuierliche Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der BKW Gruppe zu erreichen.

Nachhaltige Lieferkette

In ihrer globalen und komplexen Lieferkette setzt sich die BKW für die Einhaltung anerkannter ökologischer und sozialer Standards ein. Verankert ist dies unter anderem im Lieferantenkodex der BKW.

Zudem startete das Unternehmen 2020 die «Sustainable Supply Chain»-Initiative. Es analysierte die Lieferkette der gesamten Gruppe und identifizierte Chancen und Risiken im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeit. Strategische Lieferanten sowie Lieferanten aus risikobehafteten Branchen wird die BKW zukünftig mit einem professionellen Nachhaltigkeitsrating systematisch bewerten und auf dieser Basis weiterentwickeln. Mit EcoVadis hat die BKW einen kompetenten Partner dafür.

Handfeste Kennzahlen und Kriterien

Darüber hinaus hat die BKW Kennzahlen definiert. Damit kann sie die Entwicklung hin zu einer nachhaltigen Lieferkette transparent messen und aktiv steuern. Ziel ist es, einen steigenden Anteil des Einkaufsvolumens auf Basis eines transparenten Nachhaltigkeitsratings zu managen.

Die BKW wird zudem vermehrt Nachhaltigkeitskriterien in ihre Ausschreibungen einfliessen lassen und diese stärker gewichten. Dank der Einführung digitaler Einkaufsprozesse wird es bis Ende 2021 möglich sein, alle relevanten Informationen digital zu erfassen und miteinander zu verknüpfen. Das wird entscheidend dabei helfen, die Einhaltung der Nachhaltigkeitskriterien in der Lieferkette systematisch sicherzustellen.

Ethisches Geschäftsverhalten

Anfang 2021 ist die BKW dem United Nations Global Compact beigetreten. Damit manifestiert sie ihr Bestreben, verantwortungsbewusst und in Übereinstimmung mit den Nachhaltigkeitsprinzipien zu handeln.

Verstösse wie Korruption, Menschenrechtsverletzungen, Datenmissbrauch oder fahrlässiger Umgang mit unserer Umwelt widersprechen den Grundsätzen und dem Verhaltenskodex der BKW. Sollten Mitarbeitende oder Lieferanten Zuwiderhandlungen beobachten oder davon erfahren, können sie sich an ein anonymes Compliance-Hinweisgebersystem wenden.

Neues ESG Reporting

Im Geschäftsjahr 2021 wird die BKW ihre Konzepte für die Berücksichtigung dieser wichtigen Themen weiter schärfen und auf ihre Wirksamkeit überprüfen. Damit kommt sie auch den Forderungen des Gegenvorschlags des Bundesrats zur Konzernverantwortungsinitiative nach und kann diese zeitnah erfüllen. Fortschritte und Erfahrungen dazu wird die BKW im Geschäftsbericht 2021 im Rahmen eines ESG Reportings vorstellen.